Geschichte

Der Werdegang der Friedenskirche in der heutigen Form weist zwei Hauptlinien auf: zum einen den der Baptistengemeinde aus Kempten, die in Memmingen einen Neugründung auf dem Herzen hatte; zum anderen den einer Pfingstgemeinde, der als “Hebron” begann und dann immer mehr Gestalt annahm. Im Herbst 1997 schlossen sich beide Gemeinden zusammen zur “Friedenskirche e.V. & Evangelisch Freikirchliche Gemeinde KdöR”, wie sie bis heute besteht.

Geschichte der Friedenskirche aus der Sicht der Baptistengemeinde Memmingen

Im Sommer 1978 wurde in Memmingen durch Zuzug verschiedener Gemeindeglieder aus Kempten in MM erneut ein Hauskreis ins Leben gerufen.

Dezember 1979 gab es dann ein prophetisches Wort in Kempten, dass im MM eine Zweiggemeinde der Baptisten KE entstehen soll. Während dieser Zeit wuchs der Hauskreis zu 14 erwachsenen Personen an.

Im Frühjahr 1980 wurden Räume in der Laberstr. angemietet und gemeinsam für gottesdienstliche Zwecke umgestaltet. Im darauffolgenden Herbst wurden die Räume feierlich eingeweiht. In den folgenden vier Jahren ging die Gemeinde durch Höhen und Tiefen und wuchs dank Gottes Zusage stetig. Durch Eigenbedarf des Vermieters in der Laberstr. wurde es notwendig, nach anderen Räumen Ausschau zu halten. In nur knapp viermonatiger Arbeitszeit und Untereinbeziehung aller Arbeitskraft der Mitglieder wurde ein Lift eingebaut, wurden Wände versetzt, Toiletten installiert, eine Küche und ein Babyraum errichtet und eine Holzverkleidung eingezogen.

Am 01. April 1984 konnten die neuen Gemeinderäume in der Bodenseestr. in einem festlichen Segnungsgottesdienst in Besitz genommen werden. In der folgende Zeit wurden verschiedene kleinere und grössere Veranstaltungen mit Teams aus Hurlach, der Gemeinde Kempten und der evangelischen Allianz Memmingen durchgeführt. Mit der Zeit wurde der Wunsch nach einem hauptamtlichen Pastor immer stärker.

Im September 1991 wurden dann Pastor Anton Steinhauser zum Pastor der Gemeinde berufen. Mitte der neunziger Jahre gab es in MM eine Prophethie die besagte, dass die Friedenskirche (ehemals Urchristliche Gemeinde Hebron) und die evangelische Freikirchliche Gemeinde Memmingen sich zusammenschliessen sollen.

Im Herbst 1997 wurde diese Vision Wirklichkeit. Zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses zählte die Gemeinde der Baptisten 89 Glieder.

Geschichte der Friedenskirche aus der Sicht der Friedenskirche, ehemals „Hebron – Urchristliche Mission“

Im Jahre 1958 wurde die Gemeinde in Memmingen als „Apostolische Kirche – Urchristliche Gemeinde“ gegründet. In den ersten Jahren fanden die Zusammenkünfte in Privathäusern statt.

1960 wurde der Ostflügel des Fuggerbaus gekauft. Ein Jahr später fand die Einweihung des Gemeindesaals statt. Das Haus erhielt den Namen „Hebron“. Es wurde in den folgenden Jahren auch als Freizeithaus genutzt für Kinder-, Jungschar- und Jugendfreizeiten, zu denen junge Leute aus ganz Deutschland anreisten. Auch für Erwachsene gab es sogenannte Rüstzeiten mit Rednern aus In- und Ausland.

Im alten Gewölbekeller des Fuggerbaus wurde in den 70er Jahren ein Raum für die „Teekeller“ – Arbeit eingerichtet, eine Arbeit vorwiegend unter jungen Menschen.

Regelmäßig fanden größere Veranstaltungen – Evangelisationen und Bibelwochen – statt. In den späteren Jahren wurde dafür ein Saal in der Stadt angemietet, weil die Räumlichkeiten im „Hebron“ dazu nicht mehr ausreichten.

Das Jahr 1981 begann mit umfangreichen Umbauarbeiten. Der Fuggerbau wurde inzwischen nicht mehr als Freizeithaus genutzt, so wurden die bisherigen Wohnungen vergrößert und renoviert. Später wurden auch die Räume für Kinder- und Jugendarbeit erweitert.

Ende der Achtziger Jahre war die Gemeinde auf 125 Mitglieder angewachsen, so dass der Platz für die Gottesdienste nicht mehr ausreichte. Weitere Umbaumaßnahmen im Fuggerbau wurden verworfen. Stattdessen erwarb die Gemeinde im Parkgelände am Hühnerberg ein 2300 qm großes Grundstück, auf dem die „Friedenskirche“ erbaut wurde. 6300 freiwillige Arbeitsstunden wurden von den Gemeindemitgliedern geleistet. Der Fuggerbau wurde verkauft.

Am 8. Juli 1990 fand nach einjähriger Bauzeit die Einweihung der „Friedenskirche“ statt.

In den folgenden Jahren entspann sich eine immer enger werdende Zusammenarbeit mit der Baptistengemeinde in der Bodenseestraße.

Im Herbst 1997 schließlich erfolgte der Zusammenschluss der zwei Gemeinden. Zunächst mit einem Gottesdienst, anschließend mit gemeinsamem Essen und einem Fest, bei dem auch deutlich wurde, mit welch einer Vision der Zusammenschluss vollzogen wurde, nämlich gemeinsam den „Rettungsring“ in die Stadt Memmingen auszuwerfen.

Heute beträgt die Mitgliederzahl der Friedenskirche
mit Tochtergemeinde Babenhausen über 400 Mitglieder.

Wir preisen unseren HERRN Jesus Christus für seine Führung, Treue und Wachstum in der zurückliegenden Zeit.